Agios Kirikos, die Hauptstadt Ikarias, liegt im Südosten der Insel und hat mit den Orten in der Umgebung ca. 2200 Einwohner. Es ist der Dreh- und Angelpunkt des Geschäftslebens auf Ikaria. Es gibt hier so ziemlich alles, was eine Hauptstadt auszeichnet. Banken mit Geldautomaten, Internetcafes, Reisebüros, Auto- und Mopedverleih, Metzger, Bäcker etc.etc. Agios wird ab April mindestens vier mal in der Woche von einer großen Fähre, die von Samos oder Piräus kommt, angelaufen. In der Hauptsaison (ab Juli) sogar täglich.

Die Lebensader von Agios Kirikos ist die Platia, die direkt am Hafen liegt und von etlichen kleinen Geschäften, Kafenions und Tavernen gesäumt wird. Trotz seiner relativen Größe wirkt Agios Kirikos tagsüber eher verschlafen. Ein paar Menschen sitzen in den Kafenions, trinken was, schnacken miteinander oder spielen Tavli (Backgammon in der türkischen Version). In dieser Stimmung wirkt die Stadt auf manche (mich eingeschlossen) eher nicht so einladend. Ich hatte bei meinem ersten Besuch in Agios Kirikos das Gefühl, dass hier Touries, die nicht griechisch sprechen, nicht so gerne sehen und lieber unter sich sein wollen. Aber dieser erste Eindruck trügt. Wie fast überall auf Ikaria sind auch hier die Menschen freundlich, aber erst mal distanziert. Das heißt überhaupt nicht, dass die einen nicht mögen oder nicht dahaben wollen. Abends nach Sonnenuntergang erwacht die Stadt dann aus ihrem Dornröschenschlaf und entfaltet ein kunterbuntes Treiben. Es wuselt und schnattert dann überall und die Atmosphäre ist voll von einem wunderbaren Flair. Fahrt abends mal hin und erlebt es selbst, wenn ihr durch die kleinen Gässchen und Straßen schlendert und eure Nasen mal in diesen oder jenen Laden steckt. Ich habe über Agios Kirikos eine kleine Slideshow zusammengestellt, die ihr euch anschauen könnt. Streifzug durch Agios Kirikos (12 Fotos)

Touristisch ist Agios Kirikos durchaus gut erschlossen. Es gibt etliche Hotels und Pensionen.
Agios Kirikos, die Hauptstadt Ikarias
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